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RE- / PREVIEW 7.9.2019 / 5.9.2020

Die 6. Benefiz-Musikmeile in Barnstedt zieht Bilanz: Erfolgreich für Integration und eine offene Gesellschaft – am 5.9.2020 geht’s weiter

Mit einem neuen Besucher- und Spendenrekord kann das Organisationsteam mehr Geflüchtete, Initiati – ven und Institutionen bei Hilfs- und Integrationsprojekten unterstützen. Angefangen hatte es 2014, als sich in Barnstedt ein paar Nachbarn zusammentaten, um den gerade ins Dorf gekommenen 17 Geflüchteten aus Sudan, Somalia und Eritrea auf dem Weg in ihr neues Leben zu helfen. Schnell wurde damals klar, dass dies ohne Geld nicht gelingen konnte und so entstand die Idee der Musikmeile als Benefiz-Veranstaltung zur Sammlung von Spenden. Bis heute ist der besondere Charakter eines von Nachbarn initiierten Musikfestes geblieben, auch wenn dieses mittlerweile zum Festival gewachsen ist. Die Veranstaltung zeichnete sich auch dieses Jahr wieder durch die Vielfalt der individuell gestalteten Bühnen und das sehr bunte Programm aus. Wie jedes Jahr schlenderten die Besucher zwischen Punk und Klassik entspannt durchs Dorf. Nur dass die Zahl der Gäste sich mittler – weile verzehnfacht hat und 250 Künstlerinnen und Künstler in 50 Auftritten das vielfältige Programm auf 9 Bühnen gestalteten. Entsprechend hat sich auch das im Wesentlichen durch Besucherspenden erzielte Ergebnis verviel – facht. Nach Abzug aller Kosten sind es in diesem Jahr rund 18.000 €, inklusive noch bestehender Überschüsse von der 5. Musikmeile sogar 22.000 €, die nun zur Verteilung anstehen. Zu annähernd gleichen Teilen geht das Geld zum einen an einen Reservetopf zur Ad Hoc-Unterstützung einzelner Geflüchteter oder Familien, zum zweiten an mindestens 6 Geflüchtete zur Unterstützung ihrer Ausbil – dung und zum dritten an verschiedene Institutionen und Initiativen, die sich in unterschiedlicher Weise um Hilfe und Integration kümmern. In diesem Jahr sind dies: die amikeco Willkommensinitiative , das von der Evangelischen Kirche geplante Rettungs-Schiff, der Krass e.V. in Melbeck, das Mosaique in Lüneburg, der Niedersächsische Flüchtlingsrat , Seawatch , der SocialNet e.V. , das von der Band Strom und Wasser und Konstantin Wecker ins Leben gerufenen Projekt 100 Konzerte für 1 Millio – nen , der SV Barnstedt , der Verband Sozialtherapeutischer Einrichtungen , der Stadteil-Treffpunkt http://www.musikmeile-barnstedt.net 1/2 ​SalinO und der Über den Tellerrand e.V. . Möglich macht diese breite Unterstützung das honorarfreie Engagement aller Musikerinnen und Musiker, der rund 100 Helferinnen und Helfer von der Freiwilligen Feuerwehr über das Aufbau-Team, die Spendensammler bis zum SV Barnstedt und der Unternehmen von der OHE , Bäckerei Kruse , Will Haustechnik und Gudehus & Furhop. Hierfür möchte sich das Organisationsteam bei allen Unterstützern noch einmal ganz herzlich bedanken. Neben dem karitativen Charakter des Festivals traten viele Akteure angesichts sich zuspitzender natio- naler und globaler Entwicklungen mit persönlichen Statements auf die Bühne. So erklärte z.B. Heinz Ratz, Bandleader bei Strom und Wasser das Projekt 100 Konzerte für 1 Millionen : „wo die AfD Mehrheiten in Gemeinderäten erhält, werden sogleich Fördergelder für Jugend- und interkulturelle Zentren gestrichen und eine den Zielen der AfD entsprechende „Jugendpolitik“ etabliert – natürlich ohne integrative Elemente oder Kulturangebote.“ Die von Strom und Wasser gesammelten Gelder werden daher verwendet, um die freie Jugend- und Kulturarbeit in diesen Orten am Leben zu erhalten. Aeham Ahmad wiederum, der „Klavierspieler aus den Trümmern“ von Jarmuk/Damaskus, bedankte sich dafür, wie herzlich er und viele seiner Landsleute in Deutschland aufgenommen wurden. Eine Delegation von Fridays For Future wies auf den direkten Zusammenhang von Klimawandel und aktuellen sowie weiter zu erwartende Migrationswellen hin. Und viele andere Künstlerinnen und Künstler bekräftigten im Rah – men ihrer Auftritte ihr Engagement für eine offene und solidarische Gesellschaft. Nachdem das Organisations-Team Bilanz zur 6. Benefiz-Musikmeile gezogen hatte, wurde auch über das Ob und Wann eines Benefiz-Festivals im kommenden Jahr beraten. Angesichts des weiter beste – henden Unterstützungsbedarfs und der einhelligen Zustimmung sowohl vom Publikum als auch von den Akteuren wurde eine Fortsetzung der Festival-Reihe beschlossen für den 5. September 2020 . Bewerbungsschluss für das Bühnenprogramm ist diesmal der 31. Januar 2020. Bewerbungen können eingereicht werden unter http://www.musikmeile-barnstedt.net/kontakt . Hier können sich auch Interes – senten melden, die im Organisationsteam mitarbeiten oder ganz einfach am Tag der Veranstaltung mit anpacken möchten.

Presse: Foto-Material von der 6. Benefiz-Musikmeile Barnstedt am 7. September 2019 ist honorarfrei verfügbar. Presse-Kontakt: Benefiz-Musikmeile Barnstedt / Kommunikation Jens Thomsen Hauptstraße 25 21406 Barnstedt thomsen@marketing-jt.de mobil: 0172-5199031,Tel.: 04134 – 907507 http://www.musikmeile-barnstedt.net Bei Verwendung / Abdruck erbeten wir Belegexemplare bzw. Veröffentlichungs-Links.www.musikmeile-barnstedt.net 2/2

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Das war die Ankündigung der 6. Musikmeile:

Hilfe auf breiter Basis

Zum sechsten Mal veranstalten wir nun schon die Benefiz-Musikmeile und wie der gesellschaftliche Rahmen rund um das Thema Flucht und Integration, wandelt sich von Jahr zu Jahr auch der Charakter der Musikmeile. Neben dem Benefiz-Ziel stellt sie mit inzwischen 6.000 Besuchern 2018 ein gesellschaftliches Statement für Toleranz dar und ist zu einem in der Region hoch angesehenen Festival mit einer ganzen Reihe internationaler Künstler geworden.

Waren es anfangs die in Barnstedt lebenden Geflüchteten, für deren Unterstützung wir mit der Meile Spenden gesammelt haben, so sind wir inzwischen durch eine stetig gewachsene Besucherzahl und entsprechend höhere Spendenaufkommen in der Lage, eine ganze Reihe von Initiativen und Institutionen zu unterstützen, die sich ebenfalls um dieses Thema kümmern. Im vergangenen Jahr waren es neben der konkreten Unterstützung einzelner Geflüchteter der Caritas-Sozialraum Melbeck, der Niedersächsische Flüchtlingsrat, Krass e.V. aus Melbeck, die Kindertafel Lüneburg, Seawatch und der One World Ostheide e.V.. Auch dieses Jahr werden wir neben einzelnen Personen und Familien je nach Höhe des Spendenaufkommens wieder mehrere Projekte unterstützen. Kurz: über die Jahre hat sich das Barnstedter Festival zu einem Spendengenerator für unterschiedliche Projekte der Integration und Solidarität von und mit Geflüchteten entwickelt.

Mehr als ein Benefiz-Festival

Separatismus, Ausgrenzung und das Ablehnen der Verantwortung vieler reicher Nationen für die Ursachen von Armut, Krieg und Flucht haben in den letzten Jahren als Reaktion auf Migration auf internationaler Ebene zugenommen. Rassismus, Hass und direkte Angriffe auf Menschen, die sich in der Geflüchteten-Hilfe engagieren, sind die Konsequenz dessen im Kleinen. Die Musikmeile versteht sich daher auch als eines von vielen Projekten des Bekentnisses zu einer offenen Gesellschaft und solidarischem Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen. So möchten wir mit diesem wunderbaren Fest auch ermutigen, rassistischen und rechtsradikalen Angriffen auf unser humanistisch geprägtes Gesellschaftssystem entschlossen entgegenzutreten.

Danke

In diesem Sinne bedanken wir uns ganz herzlich bei allen, die uns hierbei unterstützen: bei weit über 200 Musiker*innen, Tänzer*inen, einem Straßentheater, bei den Sound-Technikern und allen, die beim Auf- und Abbau helfen, der Freiwilligen Feuerwehr Barnstedt, dem SV Barnstedt, bei Lecker-Bäcker Kruse, Contigo, Fa. Will, Protones, der OHE,  Krass e.V., allen Verteilerstellen unserer Werbung und bei der Hans Heinrich-Stelljes Stiftung, die uns im vergangenen Jahr ausgezeichnet hat.

Wir wünschen uns und den vielen tausend Besuchern wie in den vergangenen Jahren viel Spaß in der besonderen und entspannten Barnstedt-Festival-Atmosphäre beim Flanieren zwischen den 10 Bühnen mit einem Programm zwischen moderner Klassik, Pop, Chanson, Blues, Jazz, Folk, Rock, Reggae und Punk bis zum Spielmannszug und Volksmusik. Einflüsse aus Südamerika, USA, dem Orient und Afrika mischen sich sowohl mit heimischen, bekannten als auch experimentellen Klängen. Dieses Jahr sind neben vielen hiesigen auch Musiker*innen aus Syrien, Palästina, Frankreich, Iran, Irak, Afghanistan, Nepal, USA und Burundi zu Gast.

Reichlich Spenden

Das Hauptziel der Musikmeile ist Spenden für die Unterstützung von Geflüchteten zu sammeln. Hierfür arbeitet die Vorbereitungsgruppe von ca. 15 Leuten rund ein halbes Jahr ehrenamtlich und mit erheblichem Aufwand. Insgesamt sind es zum Schluss rund 100 Helfer. Nicht umsonst wird uns immer wieder beschieden, dass wir das Festival auf einem sehr professionellen Standard umsetzen. Alle Künstler treten ohne Honorar auf, nur die, die weit gereist sind bekommen bei Bedarf einen Reiskostenzuschuss. Für Werbung, Sanitär, Technik, Künstler-Catering haben wir einen Aufwand von mehreren Tausend €. Die Musikmeile bietet mittlerweile ein sehr hochwertiges Programm, das über die Region hinaus einen sehr guten Ruf genießt. Bewusst haben wir uns dagegen entschieden, einen festen Eintrittspreis zu nehmen. Wenn wir uns Aufwand, Besucherzahl und Spendenaufkommen pro Kopf ansehen, denken wir aber, dass wenn man die Musikmeile mit anderen Festivals und deren Eintrittspreisen vergleicht, da für die gute Sache noch deutlich Luft nach oben ist.  Vielen Dank schon jetzt für Eure Großzügigkeit.

Zum Programm

Es hat sich in den letzten Jahre gezeigt, dass sich der eine oder andere Termin in den letzten Tagen vor dem Festival doch noch verändert. Daher gibt es das finale Programm da das Netz in Barnstedt sehr schwach ist, dann am 7.9. noch mal auf einem separaten Programmblatt.